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Sonntag, 05. Februar 2012
 
 
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Ergelit

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Sanierung von Wassereinbrüchen mit EGELIT

 
Injektionslanze
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Rohrsanierung
mit der ERGELIT-Injektion
 
 
Undichte Rohrmmuffen, Wassereinbrüche, Risse, Scherbenbildung und Löcher. Die Sanierung solcher Schäden konnte bisher nur unter aufwendiger Aufgrabung oder mit Kunstharzinjektion oder Gelen vorgenommen werden. Die spezielle Systemkombination aus der anwenderfreundlichen Gerätschaft und dem umweltfreundlichen Injektions-Mörtel ERGELIT Kombi i ermöglicht jetzt eine gezielte und dauerhafte umweltverträgliche Sanierung.

Verfahrensbeschreibung zur Packer-Injektion
mit ERGELIT Trockenmörtel Kombina i
 Um Schäden wie partielle Wasserinfiltration durch Risse und Ausbrüche, sowie undichte Muffen im nicht begehbaren Rohrprofilen dauerhaft und umweltfreundlich zu sanieren, kommt die Injektion mittels eines Packers zum Einsatz. Die Eigenschaften des hierbei verwendeten Materials und die darauf genau abgestimmte Packertechnik, sind Garant für eine erfolgreiche Sanierung!

Der Packer:
Die Injektions-Packer decken alle Rohrdurchmesser von DN 150 – 600 ab. Ein durchgängiger Bypass macht es möglich, das Abwasser/Wasser während der Sanierung fließen zu lassen. Der Packer muß nur mit einem Luftschlauch befüllt werden, d.h. die Steuerarmatur beschränkt sich auf ein Manometer mit Absperrhahn. Der Mörtelschlauch innerhalb des Packers sowie alle anderen Bauteile sind leicht zu demontieren.

Das Material:
Zementgebundener, durch organische und anorganische Zusätze vergüteter Ein-Komponenten- Injektionsmörtel. Alle weiteren Angaben finden Sie im Technischem Merkblatt ERGELIT Kombina i.

Das Verfahren:
Vorausgesetzt wird, das die Schadstelle mittels einer Kamera-Inspektion genau vermessen wurde.
- Luft- und Mörtelschlauch werden an den Packer angeschlossen.
- Der Packer wird durch den Schacht in das Rohr eingeführt und an der Schadstelle positioniert. Dies kann mittels einer Fieberglasstange, einem Seil oder mit Hilfe eines Roboters erfolgen.
- Der Packer sollte wenn möglich, mit der Materialaustrittsöffnung direkt auf die Schadstelle zeigen.
- Der Packer wird nun mit ca.1 bar Druckluft aufgeblasen.
- ERGELIT Kombina i wird je nach gewünschter Konsistenz mit zwischen 26 – 36% Wasser gemischt. Es sollte ein Zwangsmischer verwendet werden, die Mischzeit liegt zwischen 4 – 5 min. Bevor das Material verpumpt wird, sollte eine kleine Referenzprobe zurückgehalten werden.
- Der Mörtel wird mit einer Pumpe (S30 mini) zum Packer gepumpt. Hierbei muß der Packer-Innendruck genau beobachtet werden. Sobald dieser ansteigt, wird die Pumpe gestoppt!
- Nach ca. 2 Minuten wird bis zum nächsten Druckanstieg weiter gepumpt und wieder gestoppt. Dies wiederholt man bis der Druck nicht mehr abfällt. Der Innendruck des Packers wird auf 1,5 bar erhöht. Bei starker Wasserinfiltration steigt der Druck sehr schnell an, da das vorhandene Wasser verdrängt werden muß. In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, nicht zu früh den Pumpvorgang zu beenden.
- Wenn die Referenzprobe die erste thixotrope Phase erreicht hat, wird die Pumpe für ca. 5 sec. rückwärts gefahren, um den Packer und die Schläuche zu entspannen.
- Der Packer wird nur soweit entlüftet, so daß er sich straff zurück ziehen läßt. Hierdurch wird überschüssiges Material abgezogen und eine saubere Oberfläche erreicht.
- Nachdem der Packer aus dem Rohr gezogen wurde, wird der überschüssige Mörtel aus den Schläuchen gepumpt und die Gerätschaften werden mit Wasser gesäubert.

 

Beispielhafte Verpressung eines größeren Lochs
in einem Betonrohr DN 300 mit ERGELIT Kanaltec iS

 

 

 

 
 
 Injektion von wasserführenden Rissen
im Scheitel eines Leitungsgangs

 

 
 

 

 
 
 
 
 Fremdwasser mit KS-ASS Verfahren
erfolgreich und dauerhaft gestoppt!

 Fremdwasser belastet die Kläranlagen und ist häufig auch eine Ursache dafür, dass die Abwasserreinigung nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Ab 2006 wird für alle Klärwerksbetreiber eine neue EU-Richtlinie verbindlich. Vor dem Hintergrund dieser inzwischen weitgehend bekannten Europäischen Wasserrahmenrichtlinie arbeiten viele Kommunen bereits verstärkt an der Abdichtung ihrer Abwasserschächte und Bauwerke, um den Fremdwasserzufluss einzudämmen. So auch bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben oder beim Wasserverband Wörthersee Ost.
Erste Sanierungsaufgaben waren Abwasserschächte. Das Fremdwasser sprudelte förmlich, je nach Wasserstand, in den gesamten Schachtbereich ein.

 

 

IKB: Zu erkennen, die Wasserinfiltrationen im unteren Bereich des Schachtbauwerks der Innsbrucker Kommunalbetriebe.

Die Schachtsanierung erfolgte im modernen KS-ASS Verfahren. Die einzelnen Arbeitsschritte werden im Folgenden kurz besprochen:
Zunächst wurde der Abwasserschacht mit der TSSR, einer zur Maschinenausrüstung des KS-ASS Verfahrens gehörenden Turbo-Schacht-Spezial-Reinigungsdüse grundgereinigt. Die TSSR wird hierfür jeweils auf den vorhandenen Schachtdurchmesser eingestellt und abgestimmt, um eine gleichmäßige, gründliche und effektive Reinigung der Schachtwandung zu erzielen. Ein manuelles Nachreinigen der Wände ist erfahrungsgemäß in der Regel nicht mehr erforderlich. Die vorhandenen Steigeisen waren in Innsbruck in einem guten Zustand, so dass diese nur abgeklebt werden mussten, um sie vor der späteren Mörtelbeschichtung zu schützen.
Durch die fachgerechte, gründliche Reinigung konnten sämtliche manuellen Vorarbeiten, wie z.B. punktuelle bzw. flächige Abdichtung, Reprofilierungen und Injektionen bedarfsgerecht ausgeführt werden. Es überraschte nicht, dass durch ERGELIT 10SD die starken Wassereinbrüche innerhalb kürzester Zeit gestoppt werden konnten. Zwei Mitarbeiter arbeiteten am Schacht. Einer gab von oben den Mörtel an und sicherte seinen Kollegen im Schacht. Bei den Schächten in Innsbruck musste mit ERGELIT KBi eine Injektion gegen eindringendes Grundwasser durchgeführt werden. Bei dem genannten Material handelt es sich um einen zementgebundenen, durch organische und anorganische Zusätze vergüteten, 1-komponentigen Injektionsmörtel. Der Grundwasserstand war am Sanierungstag zwar relativ niedrig, aber begünstigte alle Arbeitsschritte.

 

 
IKB: Auf diesem Photo sind Vorarbeiten durchgeführt worden. Erkennbar ist die Injektion.


Jetzt erfolgte das Anschleudern des ERGELIT Sanierungsmörtels nach dem KS-ASS Verfahren. Ein über eine Pumpe mit dem Spezialmörtel ERGELIT KS1 beschickter, rotierender Schleuderkopf wird im Kanalschacht so auf und ab gefahren, dass die Schachtwandung mit der erwünschten Schichtdicke des Mörtels saniert wird. Mit dem ca. 5000 Umdrehungen rotierenden Schleuderkopf wird der Frischmörtel hoch verdichtet. Die im beschriebenen Fall aufgetragenen 10mm Mörtel (u.a. lt. GSTT Nr. 18) wurden innerhalb von 35 Minuten aufgetragen. Das KS-ASS Verfahren ist das einzige Sanierungsverfahren dieser Art, das eine DiBT Zulassung hat, und dessen Wasserdichtigkeit bei einer Wassersäule von 20m nachgewiesen wurde. Im Zuge der DiBT Zulassung wurde auch die Korrosionsfestigkeit des hier verwendeten ERGELIT KS1 überprüft.
Wenn man diese Prüfung auf die hier herrschenden Bedingungen überträgt, ergibt sich eine Haltbarkeit von über 500 Jahren.
 
 
 
WV Wörthersee Ost: Das Beschichtungsbild ist von der Oberflächenstruktur vergleichbar mit einer Orangenhaut, die nicht nachgeglättet werden muss.

Nachdem Mischer und Pumpe der KS-ASS Anlage gesäubert waren, wurden die Steigeisen gesäubert und der Schacht dem Wasserverband Wörthersee Ost, vertreten durch Herrn Dipl. Ing. Holzmann, zur Nutzung wieder übergeben. Zu einer guten dauerhaften Beschichtung gehört auch eine fachgerechte Nachbehandlung. Hierzu wurde der Schachtdeckel für zwei Wochen mit einer Folie unterlegt, damit eine ordnungsgemäße Hydratation stattfinden konnte.
 
 
 
WV Wörhtersee Ost: Das Unterlegen einer PE-Folie ist eine einfache aber effektive Form der Nachbehandlung, durch die der Abbindevorgang des Materials positiv beeinflusst wird.

Infoservice
Der Mörtel konnte so in Ruhe und ohne zu schnelle Austrocknung hydratisieren. Durch diesen chemischen Prozess verwächst die neue Beschichtung mit dem alten Beton. Die Kristallbildung hat auch zur Folge, dass der Mörtel im Laufe der Zeit immer dichter und fester wird. Obgleich nach 28 Tagen die Nenneigenschaften d.h. die volle Belastbarkeit des Mörtels erreicht ist, setzt sich natürlich der Vorgang auch noch in den folgenden Monaten messbar fort. Erst nach ca. 6 Monaten ist dieser Prozess bei ERGELIT Qualitäten zu mehr als 95% abgeschlossen.
Schnelligkeit, kurze Betriebsunterbrechung, gepaart mit unbestrittener Dauerhaftigkeit der Sanierung, Referenzen liegen seit mehr als 25 Jahren vor, das ist der Weg, der jede
Schachtsanierung zu einem Erfolg macht. ERGELIT Trockenmörtel in Verbindung mit dem technologisch hochentwickelten KS-ASS Verfahren garantieren Auftraggebern diesen Erfolg.


Ausblick
Die neue EU Richtlinie stellt die Betreiber von Abwasserbauwerken vor neue Herausforderungen. Das gilt insbesondere für die Finanzierung. Könnte der Fremdwasserzufluss ähnlich wie vielerorts bereits das Regenwasser Teil der Verbrauchsabrechnung sein, könnte mit den so erhobenen Beiträgen die Beseitigung von Undichtigkeiten in Abwasserbauwerken finanziert werden. Der ungeregelte Zufluss von Fremdwasser belastet die Klärleistung der Kläranlagen, verteuert sie also und/oder Flüsse und Seen verschmutzen mehr. Das Verdrängen von Fremdwasser aus dem Klärwerkskreislauf würde umgekehrt die Klärleistung erhöhen (Flüsse und Seen würden sauberer) und Kosten ersparen. Diese Ersparnis wiederum könnte die Verbrauchsabrechnung verringern. Eine zunächst offensichtliche Kostenerhöhung für den Verbraucher führt in der Konsequenz zu Ersparnissen. Ohne Zweifel wäre es bei der seit einigen Jahren fast überall reformierten Struktur der Abwasserbetriebe und Verbände leicht möglich, solche Ersparnisse tatsächlich weiterzugeben.
Die Beitragserhebung für Fremdwasserzufluss hätte volkswirtschaftlich noch einen beachtenswerten Nebeneffekt. Sie schafft sehr kurzfristig für einen langen Zeitraum Arbeitsplätze mit allen wünschenswerten Begleiterscheinungen, auch für kostenpflichtige Verbraucher.

Anwendungsberater Michael Plötzeneder, SIVV Zertifiziert
 

 

 



 
 
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