60 Schächte, 10 Jahre Gewährleistung, 0 Mängel

Im Jahr 2007 wurden in der Eifelgemeinde Hellenthal-Hollerath im Rahmen einer Fremdwassersanierungsmaßnahme insgesamt 60 Schachtbauwerke mit der KS-ASS-Technik der Hermes Technologie sowie den dazugehörigen Ergelit-Trockenmörteln instandgesetzt. Zehn Jahre später zeigt sich: Die Ergebnisse überzeugen nachhaltig und ohne Beanstandung.

Im Vorfeld der Maßnahme übernahm das Planungsbüro Linscheid Ingenieure GmbH aus Schleiden die technische Planung. Mit der Ausführung wurde die Katec-Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH & Co. KG aus Junkerath beauftragt – ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der grabenlosen Reparatur und Renovierung von Abwasserkanälen und Bauwerken.

Die zu sanierenden Schächte wiesen erhebliche Undichtigkeiten auf und waren stark drückendem Grundwasser ausgesetzt. Da sich die Schäden über den gesamten Schachtaufbau erstreckten, entschied man sich für eine vollflächige mineralische Beschichtung. Bedenken hinsichtlich der Haftung des Beschichtungsmörtels wurden ernst genommen. Daher wurde die Maßnahme durch das IKT in Gelsenkirchen sowie die Abwasserberatung NRW fachlich begleitet und überwacht.

Untergrundvorbehandlung

Ausschlaggebend für die Wahl des Reinigungssystems war die Beschaffenheit des Untergrundes. Aufgrund unterschiedlicher Bauwerksstrukturen und variierender Betonqualitäten fiel die Entscheidung auf eine Wasserhöchstdruck-Reinigung mittels TSSR-System von Hermes.

Dabei wurde eine vollautomatische Schachtreinigung mit bis zu 400 bar durchgeführt. Ziel war es, eine ausreichend raue und tragfähige Oberfläche zu schaffen – die grundlegende Voraussetzung für eine dauerhaft haftende mineralische Beschichtung.

Um ein optimales Oberflächenprofil zu erzielen, kam zusätzlich das HDS-Jet-Verfahren der Hermes Technologie zum Einsatz. Die Kombination aus Wasserhöchstdruckstrahl und abgestimmtem Strahlgut stellte sicher, dass die Untergrundvorbereitung höchsten technischen Anforderungen entsprach und die Basis für eine langfristig beständige Instandsetzung bildete.

Vorbereitende Maßnahmen

Bevor die abschließende mineralische Beschichtung mit der KS-ASS-Technik und dem Produkt Ergelit-KS1 erfolgen konnte, waren weitere vorbereitende Arbeiten notwendig.

Diese wurden in handwerklicher Ausführung durchgeführt und umfassten die Rohrleitungsanbindungen der Zu- und Ausläufe, das Abdichten gegen drückenden Regenwasserzutritt sowie das Reprofilieren der Gerinne. Zusätzlich wurden ausgebrochene Stellen und Fehlstellen partiell vorbeschichtet.

Bei sämtlichen vorbereitenden Maßnahmen kamen ausschließlich mineralische Produkte der Firma Ergelit zum Einsatz.

Beschichtung mittels KS-ASS-Verfahren

Den Abschluss der Instandsetzung bildete die vollautomatische mineralische Beschichtung der Schächte mit der KS-ASS-Technik der Hermes Technologie.

Das Ergelit-KS1 wurde kontinuierlich in einem Durchlaufmischer aufbereitet und anschließend über eine spezielle Schleudermotor-Einheit im Schacht aufgebracht. Durch die hohe Aufprallenergie in Verbindung mit zahlreichen Hubbewegungen des Schleudermotors entstand eine besonders dichte und homogene Beschichtung, selbst auf unebenen oder strukturierten Oberflächen.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens liegt neben der hohen Beschichtungsqualität in der Arbeitssicherheit: Während des Beschichtungsvorgangs muss sich kein Mitarbeiter im Schacht aufhalten. Effizienz, Qualität und Sicherheit greifen hier ineinander – ein Grund, weshalb die Katec Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH seit vielen Jahren auf dieses System setzt.

Die Abnahme

Die Arbeiten wurden im Juli 2007 abgeschlossen. Exakt zehn Jahre später, im August 2017, erfolgte eine erneute Begehung der sanierten Schächte.

Das Ergebnis war eindeutig: Es konnten keinerlei Mängel festgestellt werden.

Für den Auftraggeber bestätigte sich damit die Bedeutung einer fachgerechten Planung, der Auswahl erfahrener Partner sowie einer qualitätsgesicherten Ausführung. Das Zusammenspiel aus Bauunternehmen, Verfahrenstechnik von Hermes Technologie und fachlicher Begleitung erwies sich als nachhaltiger Erfolgsfaktor – technisch wie wirtschaftlich.